Heterogene Branche

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den neuen Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht des Freistaates Bayern, der am 23.4.2013 in München vorgestellt wurde.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft spielt in Bayern eine wichtige Rolle.

München – Bei den Begriffen ‘Kultur’ und ‘Kreativität’ denken die wenigsten zu allererst an Ökonomie. Und doch stellt die Kultur- und Kreativwirtschaft ein wesentliches Segment innerhalb der gesamten Wirtschaftsleistung des Freistaates dar. Das zeigt eine erstmals erstellte Studie zur Branche, die das Wirtschaftsministerium am Dienstag vorstellte. Durchgeführt wurde sie vom Büro für Kulturwirtschaftsforschung in Köln auf Basis von Daten des Jahres 2009. ‘Ich bin begeistert vom Ausmaß der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft’, fasst Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel zusammen.” Weiterlesen...

“Heterogene Branche” Beitrag von Marion Zellner, SZ vom 24.04.2013
© Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von http://www.sz-content.de (Süddeutsche Zeitung Content).

Kurzfassung und Langfassung des Kultur- und Kreativwirtschaftsberichts Bayern, im Auftrag des Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, München.

 

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Neue Liste Kultur- und Kreativwirtschaftsberichte (April 2013)

Die neue Liste aller deutschen Bundes- und Länderkulturwirtschaftsberichte, erstellt vom Büro für Kulturwirtschaftsforschung, Köln, enthält nun auch ausgewählte Städte- und Regionenreports. Die Liste wird im Rahmen der laufenden Forschungsbeobachtung zur Kultur- und Kreativwirtschaft erstellt. Download der Liste.

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Innovationsgutschein – eine Idee aus Baden-Württemberg verbreitet sich bis nach Indien.

Ein neuer Innovationsgutschein unterstützt ausschließlich freiberufliche Künstler/-innen und kleine Kreativunternehmen. Dieser Kreativgutschein, der Innovationsgutschein C, ist einmalig in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Damit kommt dieses neue Unterstützungsangebot des Landes Baden-Württemberg denen zu Gute, die bei ihrem Einstieg in den Markt auf möglichst wenig bürokratische Hürden treffen sollen: Freiberufliche Künstler und Kreative bekommen mit diesem Kreativgutschein bis zu 5000 Euro Förderung für den Markteintritt oder für innovative Produkte oder Dienstleistungen.

„Baden-Württemberg geht mit diesem Förderinstrument einen ganz neuen Weg“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid heute (4.4.2013) zum Start des neuen Gutscheins. „Für viele kleine Kreativunternehmen stellt der steigende Aufwand zur Kundengewinnung eine echte Markteintrittsbarriere dar. Mit dem Innovationsgutschein C wollen wir diese Hürde senken.“

Schon das baden-württembergische Modell der Innovationsgutscheine A und B wurde nicht nur von Bayern und Sachsen übernommen, sondern hat auch internationale Anerkennung gefunden. Selbst der indische Bundesstaat Tamil Nadu hat in einem Pilotprojekt die Innovationsgutscheine eingeführt.

Weitere Informationen unter:
Pressemitteilung Kreativgutschein des Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
Antragsunterlagen und Merkblatt zum Kreativgutschein für die Kultur- und Kreativwirtschaft

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Determinanten der Selbständigkeit

Die Selbständigen-Quote Deutschlands ist in den letzten Jahren gestiegen. Dennoch liegt sie weiterhin unter dem sinkenden EU-Durchschnitt.

Zwar ist in Deutschland mit seiner traditionell stark entwickelten Industriebasis die abhängige Beschäftigung weit verbreitet und eine hohe Selbständigkeit wird eher als kennzeichnend für schwächere oder weniger entwickelte Volkswirtschaften gesehen. Innerhalb der Dienstleistungsbranche, zu der auch die Kultur- und Kreativwirtschaft gehört, kann aber zunehmende Selbständigkeit durchaus ein Anzeichen von Wachstum sein.

Durch das bestehende Sozialversicherungssystem in Deutschland, bedeutet ein Rückgang der abhängigen Beschäftigung allerdings auch, dass immer mehr Menschen als Selbständige und Freiberufler sozialen Risiken wie ungenügender Krankenversicherung und Altersabsicherung ausgesetzt sind.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung veröffentlichte in dem Kurzbericht 23/2012 aktuelle Forschungsergebnisse zur Selbständigkeit. Dabei wird zwischen den Solo-Selbständigen ohne Angestellte und den Entrepreneuren, also Selbständigen mit Angestellten unterschieden. Seit Mitte der 1990er Jahre bedeutet ein Wachstum der Selbständigen-Quote in Deutschland vornehmlich ein Wachstum der Solo-Selbständigkeit.

Innerhalb von 5 Jahren nach ihrer Unternehmungsgründung wurden ICH-AG-Gründer und Überbrückungsgeld-Geförderte befragt. Herausgefunden wurde u. a., dass zunehmend länger arbeitslose Personen mit höherem Schulabschluss Selbständige oder Freiberufler werden, ebenso wie häufiger auch Frauen und Westdeutsche. Bezieher von Überbrückungsgeld sind häufiger Entrepreneure geworden, als Ich-AG-Geförderte. Wider erwarten liegen die Einkommen der Selbständigen im Bereich vergleichbarer abhängiger Beschäftigungen, jedoch unter den Einkommen der Entrepreneure. 92 Prozent der Entrepreneure und 87,5 Prozent der Selbständigen können durch ihr Einkommen ihre Existenz sichern.

Der neue „Gründungszuschuss“ der Sozialpolitik entspricht in seinen Leistungen eher dem alten Überbrückungsgeld, so dass bei zukünftigen Beziehern ein Rückgang der Solo-Selbständigen unter den nicht-abhängig Beschäftigten erwartet werden kann.

Handlungsbedarf wird bei der Vorbeugung von Altersarmut gesehen: 5 Jahre nach Unternehmensgründung sind weniger als die Hälfte der Selbständigen Pflicht- oder Freiwillige Mitglieder in der Gesetzlichen Rentenversicherung. 14,3 Prozent der Solo-Selbständigen und 9,3 Prozent der Entrepreneure verfügen über keinerlei Altersvorsorge.

http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb2312.pdf

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Cottbus kreativ!

Die Kultur- und Kreativbranche hat sich auf Bundesebene und in anderen Großstädten von der Wirtschaftskrise erholt und wächst wieder. Obwohl die Branche in Cottbus mit 6 Prozent einen überdurchschnittlichen Anteil an der Gesamtwirtschaft ausmacht, stagniert hier die Entwicklung: Wachstumsraten und Beschäftigungseffekte bleiben aus.

Im Rahmen des EU-Projektes URBAN CREATIVE POLES wurde die Situation der Kultur- und Kreativwirtschaft in Cottbus analysiert und nach Auswegen aus dem Stillstand gesucht. Demnach scheint die Attraktivitätserhaltung der Stadt dringend geboten, denn es fehlt an Nachwuchs. Junge Menschen von außerhalb suchen nur vereinzelt nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in der Stadt, und durch die Nähe zu Berlin wandern zahlreiche Kulturschaffende ab. Es bleibt abzuwarten, ob der allgemeine Wachstumstrend der Branche mit den vorgeschlagenen Maßnahmen auch in Cottbus ankommt.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Cottbus – Kurzfassung

 

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Kreativreport NRW zeigt deutlich große regionale Unterschiede

Laut dem Kreativreport NRW profitiert die Kreativbranche von regionalen Absatzmärkten in den urbanen und industriellen Ballungsräumen. Für Köln und Düsseldorf mit dem fünf- bis sechsfachen Umsatz pro Einwohner des NRW-Durchschnitts scheint dies zutreffend, während demnach Dortmund nur die Hälfte des Landesdurchschnitts innerhalb der Branche erreicht haben soll. Hier dokumentiert der vorgelegte Kreativreport NRW ein dramatisches Gefälle.

Die Frage bleibt, warum im landesweiten Kreativreport NRW einige Regionen und ihre Städte kaum dargestellt werden oder gar keine Erwähnung finden, wie z. B. Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Sauerland oder Niederrhein. Diese Regionen und ihre Städte müssen sich stärker zu Wort melden, damit sie in zukünftigen Kreativreporten des Landes zu finden sind. Denn warum sollte das Land auf ihre kreativen Potentiale verzichten?

http://www.nrw.de/landesregierung/kreativ-report-nrw-kreativ-und-kulturwirtschaft-in-nrw-ist-jobmotor-und-auf-wachstumskurs-13331/

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Innovation durch Design, Vernetzung & Digitalisierung

Der aktuelle hessische Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht betont eine innovationstreibende Kraft der Branche für die klassische Industrie. Doch während von Pionierfunktionen gesprochen wird, scheinen die zukunftsweisenden Arbeits- und Lebensformen noch gar nicht überall angekommen zu sein: so folgen Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen, die den Akteuren der Branche Anregungen liefern können. Denn Digitalisierung, Kooperation und Netzwerke sind in erster Linie in den Teilmärkten Werbung, Software/Games, Design und Presse zu finden, auf die auch der Großteil der in der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft erwirtschafteten 12,5 Milliarden Euro fällt.

Vierter Hessischer Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht 2012

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Rekordjahr 2012 für Kinos in Deutschland

ffa2007-2012Die Filmförderungsanstalt (FFA) legt das Kinoergebnis für 2012 vor. Danach erzielten die Kinos in Deutschland 2012 die höchsten Einnahmen ihrer Geschichte. Weitere Zahlen und Angaben zu den Top-Filmen des Jahres (Ziemlich beste Freunde, Skyfall oder Ice Age 4) unter FFA-Kinoergebnis 2012.

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Chinese Cultural Industries annual turnover climbs to peak of 487 billion euros

According to figures provided by the Institute for Cultural Industries of Peking University, the economic performance (turnover) of the Chinese cultural industries has reached a record high of 487 billion euros (four trillion Yuan) in 2012. Cultural industries turnovers rose by 2.6% compared to the previous year 2011 (475 billion euros). This was revealed by the Annual Development Report of Chinese Cultural Industries, which was presented at the 10. Forum on International Cultural Industries, China on 5 January 2013.

Compared to the German culture and creative industries, which achieved a turnover of about 143 billion euros in 2011, the economic performance of the Chinese cultural industries would be more than three times higher. Even if the Chinese definition of culture industries (which is much wider and includes, among others, tourism and educational industries with a share of 63 per cent), were reduced to a comparable core of the German culture and creative industries, the Chinese culture industries would still achieve 176 billion euros in 2011, which is significantly higher that the German figure. This comparison is also confirmed by data provided by  PricewaterhouseCoopers. According to these, the German entertainment and media market achieved a turnover of 99 billion USD in 2011, while the Chinese corresponding figure surpassed it by 10 billion USD and amounted to 109 billion USD.

Our conclusion: if these figures are reliable, we have to acknowledge that the Chinese cultural industries change much faster than we assumed in 2010. Back then we assumed that the Chinese cultural industries would reach the level of the German culture and creative industries only in 2015/16.

The question is: did we underestimate the pace of growth in China, or do we overestimate our own culture and creative industries?

The Office for Culture Industries Research has started an exchange of information with the Institute for Cultural Industries of Peking University in order to develop a reliable foundation for the trends in culture and creative industries over the next years.

German Culture&Creative Industries estimates 2011

 

 

 

 

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UNESCO Institute for Statistics – Measuring Culture Industries

In Germany, enterprise from cultural and creative industries represented 7.4% of the overall economy in 2009. In Mali the cultural sector contributed 2.38% to the GDP in 2006. However, there are few cross-nationally comparable statistics and methodologies to quantify the effect of these industries at the global level.

The UNESCO Institute for Statistics (UIS) is establishing new guidelines to measure the economic contribution of culture, especially in the developing world where data and resources are limited. This new report provides an exhaustive literature review of current methodologies before comparing the strengths and weaknesses of several approaches. It is the first edition of a new series of handbooks examining the concepts set out in the 2009 UNESCO Framework for Cultural Statistics.

Original source UNESCO-UIS

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