Neue Daten zur Kulturwirtschaft / Creative Industries, Stand: Juni/2007

Das wirtschaftliche Potenzial der Kulturwirtschaft / Creative Industries kletterte im letzten Jahr 2006 nach aktuellen Schätzungen auf 126 Milliarden Euro Gesamtumsatz. Der Branchenkomplex mit Musik, Film, Literatur, Kunst, Spiele, Design , etc wächst seit 2003 wieder mit einem durchschnittlichen Zuwachs von rund 4 Prozent pro Jahr. Überdurchschnittliche Umsatzbringer sind die Designer mit Zuwachsraten zwischen 2004 und 2005 von über 15%, die Gruppe der Künstler/innen mit ca.10% sowie die Software/Games-Industries mit rund 7%.

„Sollte sich alles weiter so günstig entwickeln, wird die Kulturwirtschaft / Creative Industries zum Ende des Jahres 2007 erstmals wieder das Spitzenjahr 2000 mit dem damaligen Umsatzvolumen von 127 Mrd. Euro toppen“, so Michael Söndermann vom Büro für Kulturwirtschaftsforschung, Köln und Vorsitzender des Arbeitskreis Kulturstatistik e.V., Bonn.

Besonders drängen immer stärker die „Kleinen“ der Kultur- und Kreativbranchen auf den Markt. Diese Einzelunternehmer, Freiberufler oder Selbständige mit eigenen Büros machen inzwischen rund 75 bis 80 % des Marktes aus, ihre erzielten Umsätze jedoch reichen mit 14% Marktanteil noch längst nicht aus, um die GmbHs (Umsatzanteil 42%) oder gar die AGs (Umsatzanteil 44%) verdrängen zu können. Pro Jahr wächst die Zahl der Unternehmen in der Kulturwirtschaft / Creative Industries um durchschnittliche 4-5%, während in der Gesamtwirtschaft lediglich 2,7% neue Unternehmer aktiv werden.
Neuer Branchenreport mit Unterstützung der Bundestagsfraktion Bündnis 90 /Die Grünen (Juni 2007). Kulturwirtschaft und Creative Industries 2007. Allgemeine empirische Trends und mit Schwerpunkt: Kleine Kulturwirtschaft.

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