Kopf oder Zahl in der Kultur- und Kreativwirtschaft?

Es kommt noch nicht so oft vor, das ein Oberbürgermeister auf einer Veranstaltung zur Kultur- und Kreativwirtschaft auftaucht. Beim Internetradio detektor.fm sprach Burghard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig, und begeisterte sich für die Kreativwirtschaft. Er ist schon der zweite OB, der sich innerhalb kürzester Zeit mit Fragen zu Künstlern und Kreativen und ihren Branchen beschäftigt. Im November war der Münchner OB Christian Ude mit einer interessanten Studie zur Münchner Kultur- und Kreativwirtschaft an die Öffentlichkeit gegangen. In der Leipziger Radiosendung ging es um „Kopf oder Zahl in der Kreativwirtschaft“. Worauf kommt es an: auf die Ideen, den Content, den Kopf eben – oder sind es doch mehr die Zahlen, die die wirtschaftliche Relevanz einer Idee ausdrücken. Tim Pritlove, Medienkünstler und Podcaster, hatte nicht soviel Lust über Begriffe und Theorien zu reden. Er will lieber konkret bleiben – um am Ende doch eine hochpolitische Argumentation beizusteuern. Michael Soendermann (der Verfasser dieses Blogs) sieht ohnehin in Zahlen und Daten eine begriffsbildende Kraft, die der Politik ein neues Wirtschaftsfeld wie die Kulturwirtschaft überhaupt erst einmal sichtbar werden läßt. Hier die Radiosendung als Podcast zum Nachhören.

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