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14400 Kulturpolitiker in Städten und Gemeinden?

In Deutschland existieren rund 14.400 Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände. Sie alle geben Geld für die “große” und “kleine” Kultur aus. Die Städte und Gemeinden betreiben Kulturförderung als einen Teil ihres kommunalen Selbstverständnisses und lassen sich das auch etwas kosten. Insgesamt erreicht die Kulturförderung ein Bruttovolumen von 6,1 Milliarden Euro* (Jahr 2003).

Mit 53 Prozent (3,3 Mrd. Euro) sind die großen und mittleren Städte Hauptträger der gemeindlichen Kulturfinanzierung, da hier vor allem die kostenintensiven Kunstinstitute wie die Theater, Museen, Orchester und Zentralbibliotheken stehen. 33 Prozent (2 Mrd. Euro) finanzieren die mittleren und kleinen, die so genannten kreisangehörigen Städte. Sie sind vor allem stark in der kulturellen Bildung (kleinere Bibliotheken, Musikschulen, Kunstschulen, etc) . Immerhin noch 14 Prozent (811 Millionen Euro) werden von den überwiegend ländlich geprägten Landkreisen und Gemeindeverbände an Kulturmitteln zur Verfügung gestellt. In manchen Regionen sind die Landkreise sogar die wichtigsten Träger von Kultureinrichtungen wie Volkshochschulen, Denkmalpflege, aber auch Musikschulen und kleinere Museen.

Allerdings haben nicht alle Städte und Gemeinden eigene Spitzenbeamte für Kultur oder eigene Kulturverwaltungen. Deshalb gibt es auf lokaler Ebene in Deutschland drei Spitzenverbände mit eigenen Kulturabteilungen und Kulturreferenten, die drei unterschiedliche lokale Akteure betreuen. Das sind

- der “Deutsche Städtetag (DST)” in Köln mit Kulturabteilung und für die großen und mittleren Städte in Deutschland zuständig

- der “Deutsche Landkreistag (DLT)” in Berlin mit Kulturreferat und für 323 Landkreisen in Deutschland zuständig

-und der “Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB)” mitKulturreferat und für die mittleren und kleinen Städte und Gemeinden zuständig.

Alle drei zusammen bilden die “kommunalen Spitzenverbände” in Deutschland

*6,1 Milliarden Euro Bruttoausgaben entsprechen rund 3,6 Milliarden Grundmittel, die die Gemeinden aus eigenen Steuermitteln in die Kulturfinanzierung einbringen. Die restlichen Mitteln kommen aus Eigeneinnahmen der Kultureinrichtungen, aus Zuwendungen der Bundesländer oder aus privaten Zuschüssen.

Kulturausgaben der Gemeinden nach Einwohnergrößenklassen

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